Kimchi ist mehr als nur scharf eingelegter Kohl. In Korea gehört er zu fast jeder Mahlzeit, wird über Generationen weitergegeben und ist heute weltweit beliebt – auch bei Ramen-Fans. Ob als Beilage, als Topping oder direkt in der Suppe: Kimchi bringt Tiefe, Säure, Schärfe und Umami in die Schüssel.

In diesem Artikel erfährst du, was Kimchi genau ist, wie gesund er wirklich ist, wie du Kimchi selber machen kannst, wo du guten Kimchi kaufen kannst und warum Kim Chi Ramen so gut funktioniert.


Was ist Kimchi?

Kimchi ist ein fermentiertes Gemüse, das traditionell aus Chinakohl (Napa-Kohl) hergestellt wird. Je nach Region, Jahreszeit und Familie gibt es hunderte Varianten. Neben Kohl kommen häufig Rettich, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili zum Einsatz.

Die Fermentation erfolgt durch Milchsäurebakterien, ähnlich wie bei Sauerkraut – nur würziger, komplexer und deutlich intensiver im Geschmack.

Typisch fĂĽr Kimchi ist die Balance aus:

  • Schärfe
  • Säure
  • Salzigkeit
  • Umami

Diese Kombination macht Kimchi so vielseitig – und zu einem perfekten Begleiter für Ramen.


Kimchi oder Kim Chi – gibt es einen Unterschied?

Kurz gesagt: Nein.
„Kimchi“ ist die heute gebräuchlichste Schreibweise, während „Kim Chi“ eine ältere oder vereinfachte Variante ist, die man vor allem im englischsprachigen Raum findet. Beide Begriffe meinen dasselbe.


Kimchi Rezept original – so wird er traditionell gemacht

Ein klassisches Kimchi Rezept original basiert auf wenigen, aber entscheidenden Zutaten.

Grundzutaten fĂĽr traditionellen Kimchi

  • Chinakohl
  • Salz (ohne Jod)
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Gochugaru* (koreanisches Chilipulver)
  • Fischsauce oder fermentierte Garnelen (optional, aber typisch)
  • FrĂĽhlingszwiebeln
  • Zucker oder Reismehlpaste (fĂĽr die Fermentation)

Der Kohl wird zunächst gesalzen, damit er Wasser verliert. Danach wird er mit einer würzigen Paste eingerieben und luftdicht fermentiert.

Je länger Kimchi reift, desto:

  • saurer
  • komplexer
  • intensiver

Frischer Kimchi schmeckt knackig und scharf, gereifter Kimchi ist ideal zum Kochen – besonders für Ramen.

Unser Tipp:

Gochugaru fĂĽr Kimchi

Perfekt fĂĽr die Zubereitung von authentischem koreanischem Kimchi und anderen Gerichten der koreanischen KĂĽche, wie z.B.: Bulgogi, Dakgalbi


Kimchi selber machen – einfacher als gedacht

Viele glauben, Kimchi selber machen sei kompliziert. In Wahrheit braucht es nur etwas Geduld.

Kurzfassung: Kimchi selber machen

  1. Chinakohl in StĂĽcke schneiden und salzen
  2. 1–2 Stunden Wasser ziehen lassen
  3. WĂĽrzpaste aus Chili, Knoblauch, Ingwer & Fischsauce mischen
  4. Kohl einreiben
  5. In Glas oder Keramikgefäß füllen
  6. 2–5 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren
  7. Danach kĂĽhl lagern

Selbstgemachter Kimchi hält sich im Kühlschrank mehrere Monate und verändert dabei ständig seinen Geschmack – perfekt für verschiedene Gerichte.


Kimchi gesund – was steckt wirklich drin?

Kimchi gilt als echtes Superfood, und das nicht ohne Grund.

Gesundheitsvorteile von Kimchi

  • reich an Probiotika
  • gut fĂĽr die Darmflora
  • unterstĂĽtzt das Immunsystem
  • enthält Vitamine A, B und C
  • wenig Kalorien, viel Geschmack

Durch die Fermentation entstehen Milchsäurebakterien, die die Verdauung fördern. Wichtig: nicht erhitzen, wenn du die probiotische Wirkung erhalten willst. Für Ramen gilt: Kimchi am besten erst zum Schluss hinzufügen.


Kimchi kaufen – worauf solltest du achten?

Nicht jeder Kimchi aus dem Supermarkt ist wirklich gut. Viele Produkte sind pasteurisiert – damit gehen Geschmack und probiotische Wirkung verloren.

Tipps zum Kimchi kaufen

  • direkt auf Amazon*
  • im Asia-Markt nach koreanischen Marken suchen
  • Zutatenliste prĂĽfen (keine Konservierungsstoffe)
  • ungekocht & nicht pasteurisiert
  • kĂĽhl gelagert

Beliebte Marken stammen oft direkt aus Korea oder werden nach traditioneller Art hergestellt.

TIPP

Kimchi

scharfes koreanisches Chinakohl‑Kimchi, traditionell fermentiert, probiotisch & umami‑reich, ohne künstliche Aromen


Kimchi Ramen – warum die Kombination perfekt ist

Kimchi und Ramen sind ein echtes Dream-Team. Die Säure des Kimchi balanciert fette Brühen, die Schärfe bringt Spannung, und das Umami verstärkt den Geschmack der Suppe.

Besonders gut passt Kimchi zu:

Kimchi kann:

  • direkt in die BrĂĽhe
  • als Topping
  • angebraten als Basis fĂĽr die Suppe verwendet werden.

Kimchi Ramen – einfache Idee für zuhause

Ein schneller Klassiker:

  • BrĂĽhe* (Huhn oder GemĂĽse)
  • etwas Miso oder Sojasauce*
  • Ramen Nudeln
  • 2–3 EL Kimchi
  • FrĂĽhlingszwiebeln
  • optional Ei oder Tofu

Kimchi erst kurz vor dem Servieren dazugeben – so bleibt das Aroma frisch.

Probier Tipp

Instant Ramen mit Kimchi

Die Nong Shim Ramen Nudeln basieren auf dem traditionellen Kimchi Gericht Koreas – mit leckerem Geschmack nach Kohl, Pak Choi, Karotten und Zwiebeln


Welche Kimchi Sorten gibt es noch?

Neben dem bekannten Chinakohl-Kimchi gibt es viele Varianten:

  • Kkakdugi (Rettich-Kimchi)
  • Baek Kimchi (mild, ohne Chili)
  • Nabak Kimchi (flĂĽssiger, leicht sauer)
  • Pa Kimchi (FrĂĽhlingszwiebeln)

Für Ramen eignen sich vor allem kräftige, gereifte Sorten.


Fazit: Kimchi gehört in jede Ramen-Küche

Ob selbst gemacht oder gekauft – Kimchi bringt Tiefe, Charakter und Tradition in deine Küche. Besonders in Kombination mit Ramen zeigt sich, warum Kimchi weltweit so beliebt ist.

Wenn du Ramen liebst, solltest du Kimchi nicht nur als Beilage sehen, sondern als festen Bestandteil deiner Suppen.



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